Wilhelm Fraenger: 1933 - 1945
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1933

Fraenger wurde von den Nationalsozialisten seines Amtes als Direktor der Schloßbibliothek Mannheim enthoben und erhielt dort Hausverbot.

Seine Bücher wurden verbrannt, er selbst aus der Schriftleitung des von ihm begründeten "Jahrbuchs für historische Volkskunde" gedrängt.

1933 - 1938 Fraenger wurde freier Mitarbeiter beim Südwestdeutschen Rundfunk in Frankfurt a.M. Er verfaßte u.a. Beiträge für die von Wolfgang Frommel konzipierte Sendereihe "Mitternachtssendungen" und entwickelte die Reihe "Deutsches Schatzkästlein".

1933 - 1935 Fraenger begann seine Forschungen zu Brentanos Gedicht "Alhambra"; 1935 wurde die Arbeit im Berliner Verlag "Die Runde", der 1930 von Frommel mitbegründet wurde, veröffentlicht.

1934 Fraenger beantragte die Mitgliedschaft im Reichsverband deutscher Schriftsteller e.V.

1935 Umzug von Mannheim nach Heidelberg.

1936

Fraenger gab einen Sammelband von Paradiesvorstellungen "Das deutsche Himmelreich. Aus 1000 Jahren deutscher Frömmigkeit erlesene Paradiese" heraus. In seinem Vorwort entwickelte er ein Modell der ‚inneren Emigration', in dem das Leben durch Phantasie elementar bereichert wird. Noch im Erscheinungsjahr wurde das Buch verboten.

Seine folgenden Arbeiten setzten sich mit dem Werk Matthias Grünewalds auseinander. Sein Interpretationsansatz, das Genie Grünewalds basiere auf physiologischen Abnormitäten, stieß auf harsche Ablehnung seitens der Nationalsozialisten, die Grünewald als ‚urdeutsch' für sich beanspruchten.

1937 Veröffentlichung von Fraengers Buch über Grünewalds Isenheimer Altar.

1938

Fraenger stellte erneut einen Aufnahmeantrag bei der Reichsschrifttumskammer, die 1935 den Reichsverband deutscher Schriftsteller e.V. übernommen hatte. Ob Fraenger jemals Mitglied wurde, bleibt unklar.

Fraenger wurde von Heinrich George nach dessen Ernennung zum Intendanten des Schiller-Theaters in Berlin zum künstlerischen Beirat berufen. Es gelang ihm mehreren Bekannten und Freunden (u.a. Günther Strupp und Karl Rössing), die wegen ihrer politischen Haltung keine Arbeitsmöglichkeiten mehr hatten, Aufträge zu vermitteln.

1940 - 1944 Fraenger arrangierte Matineen - sogenannte "Dichtermorgen" - am Theater. Diese stießen auf reges Publikumsinteresse. Zur Aufführung kamen Werke der Klassik und Romantik aus Dichtung und Musik.

1941 Die Berliner Wohnung des Ehepaars Fraenger wurde ausgebombt.

1943

 

Nach der Zerstörung des Schiller-Theaters zogen Gustel und Wilhelm Fraenger nach Päwesin bei Brandenburg um. Fraenger vertiefte sich in seine Forschungen zu Hieronymus Bosch. Mit dem Rechtshistoriker und Staatsrechtler Carl Schmitt verband ihn, ungeachtet dessen politischer Haltung, das gemeinsame Interesse am Maler.

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