Weggefährten: Carl Schmitt
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Carl Schmitt, am 11. Juli 1888 in Plettenberg geboren, studierte in Berlin, München und Straßburg Staats- und Rechtswissenschaften und habilitierte sich 1916 in Straßburg. 1921 erhielt er einen Ruf an die Universität Greifswald. 1922 war er Professor an der Universität Bonn und seit 1928 an der Handelshochschule in Berlin. Nachdem er kurze Zeit an der Universität Köln gelehrt hatte, ging Schmitt 1933 an die Friedrich-Wilhelm-Universität Berlin. Diese Professur behielt er bis 1945.

Bereits seit den späten 20er Jahren war Schmitt mit Veröffentlichungen hervorgetreten, die den Nationalsozialisten später zur ideologischen Rechtfertigung dienten. Daher wurde er nach dem Krieg mit Vorwürfen konfrontiert, den "Führerstaat" und die nationalsozialistische Unrechtsherrschaft rechtsphilosophisch legitimiert zu haben.

Am 1. Mai 1933 trat Schmitt in die NSDAP ein. Im gleichen Jahr wurde er Präsident der "Vereinigung nationalsozialistischer Juristen". Seine zeitweilig große Nähe zur nationalsozialistischen Regierung zeigte sich in seiner Rechtfertigung des "Röhm-Putsches" (1934) und der "Nürnberger Rassegesetze" (1935). Ende 1936 verlor Schmitt seine Parteiämter, die er z.B. im NS-Juristenbund innehatte, und zog sich daraufhin aus seiner exponierten Stellung als führender Staatsrechtlehrer zurück.

Im Herbst 1945 wurde Schmitt von den amerikanischen Besatzungstruppen verhaftet und war mit einer Unterbrechung bis zum Mai 1947 in verschiedenen Lagern und Gefängnissen. In Nürnberg wurde er wegen geistiger Vorbereitung eines Angriffskrieges verhört. Nach seiner Haftentlassung ließ er sich in seinem Geburtsort Plettenberg nieder. Schmitt bekleidete nach dem Krieg keine öffentlichen Ämter mehr, nahm aber mit völkerrechtlichen Publikationen am geistigen Diskurs der neuen Bundesrepublik teil. Er starb am 7. April 1985 in Plettenberg.

Bild 17: Brief von Carl Schmitt an Wilhelm Fraenger, 1947

Schmitt und Fraenger kannten sich bereits aus Fraengers Studienzeit in Heidelberg. Nachdem sie sich in den 40er Jahren in Berlin wiederbegegnet waren, entstand ein bis 1950 währender Briefwechsel über Fraengers Forschung zu Hieronymus Bosch.

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